Es ist GivingTuesday! Wir haben für euch vom 29. November bis zum 06. Dezember einen Aktionspreis und ein Gewinnspiel parat!

Wie lebt es sich in einer Gesellschaft mit bedingungslosem Grundeinkommen? Bei Das Gesellschafts-Spiel seid ihr Teil einer solchen Gesellschaft - erlebt es selbst!

Das Richtige tun – Mit Betonung auf "TUN"!

Das aktuelle Weltgeschehen darf uns nicht demotivieren. Wenn überhaupt, dann sollte es der Ansporn sein, jetzt erst recht alles zu geben und die Chance zu nutzen, neue und bessere Wege einzuschlagen!

 

Die letzten Monate und insbesondere heute ist es mir bewusster geworden als je zuvor: Wir dürfen unsere modernen Werte und moralischen Errungenschaften nicht für selbstverständlich halten. Wenn wir uns nicht jeden Tag bemühen und uns für die Dinge einsetzen, die wir für richtig und wichtig halten, werden wir nicht nur keinen weiteren Fortschritt machen, sondern laufen Gefahr, wichtige Grundlagen unserer sozialen Gemeinschaft verkommen zu lassen. Gleichstellung, Willkommenskultur und Meinungsfreiheit sind nur einige wenige Beispiele für großartige Werte, die wir etabliert haben und welche jetzt stark gefährdet sind.


Wir dürfen nicht glauben, dass wir uns aus dem politischen und gesellschaftlichen Diskurs herausnehmen können und alles so bleibt wie es ist, geschweige denn sich zum Besseren verändert. Nur wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen, dass wichtige Themen aktuell bleiben und visionäre Ideen eine Chance bekommen, werden wir für uns und unsere Nachkommen eine Welt schaffen können, die lebenswert ist. Eine Welt, in der die Gemeinschaft genauso wichtig ist wie das Individuum und in der Akzeptanz und Liebe die vorherrschenden Elemente sind.


Bildung ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Wir brauchen Leute, die das große Ganze nicht aus den Augen verlieren und die sich dessen bewusst sind, was ihr Handeln in der Welt für Konsequenzen hat, im Positiven wie im Negativen. Leute, die nicht von Profitgier und Machtstreben angetrieben werden, sondern von Mitgefühl. Wir müssen lernen, dass Teilen uns nicht ärmer macht, sondern reicher und dass Freundlichkeit und Verständnis die Grundlagen für Partnerschaftlichkeit zwischen Menschen, Organisationen und Nationen ist.


Engagement ist ebenfalls wichtig! Aktiv etwas vorantreiben ist der einzige Weg, um Veränderung zu schaffen. Viele Organisationen suchen händeringend nach Unterstützern und Mitwirkenden. Schließt euch diesen an und nutzt eure gemeinsamen Stärken für einen Zweck, der euch am Herzen liegt. Oder startet selbst etwas in eurer Region, egal ob zum bedingungslosen Grundeinkommen, zum Umweltschutz oder zur einem völlig anderen Thema. Schiebt es nicht auf später, fangt sofort an! Denn wir haben keine Zeit zu verlieren, wenn es um unsere Zukunft geht.


Aber das Mindeste, was wir tun können und müssen, ist es, auf jeden Fall von unserem Wahlrecht Gebrauch zu machen! Aus Protest nicht wählen zu gehen um „den Politikern“ eins reinzudrücken, ist wie das Mittagessen stehen zu lassen, weil ihr auf eure Eltern sauer seid: Kindisch und nur ihr habt dabei was zu verlieren.

 

Also, spielen wir unsere Karten geschickt aus!
 

Autor: Alex

0 Kommentare

"Hey, kennst du das schon?"

…so oder so ähnlich könntet ihr in der kommenden Woche auf eure Mitmenschen zugehen und sie mit der größten Frage der Welt konfrontieren. Denn vom 19.-25. September geht es genau darum.

 

Kommende Woche ist die internationale Woche des bedingungslosen Grundeinkommens. Was heißt das für alle Anhänger und Unterstützer des BGE? Aktionen starten und eure Mitmenschen auf die Bewegung aufmerksam machen natürlich! Nur wenn wir darüber gemeinsam reden und neue Impulse in der Gesellschaft und Politik schaffen, wird das bedingungslose Grundeinkommen auch in den Köpfen und schließlich in der Gesellschaft ankommen.

 

Wie macht ihr die Leute um euch herum darauf aufmerksam? Hier einige Tipps:

 

Einfach mal bei Freunden und Verwandten nachfragen, ob sie schon was vom bedingungslosen Grundeinkommen gehört haben und wie sie dazu stehen. Sollten dabei Fragen aufkommen, dann gibt es genug Online-Ressourcen und Literatur, um diese fachgerecht zu beantworten. Die Seite des Netzwerks Grundeinkommen ist zum Beispiel eine gute Anlaufstelle.

 

Auch die Bodenzeitung von der Kölner Initiative Grundeinkommen ist ein fantastisches Werkzeug um wildfremde Menschen zum Nachdenken anzuregen. Einfach auf einer vielbelaufenen Straße auslegen und beobachten. Die ersten grübelnden Leutchen werden ganz bestimmt nicht lange auf sich warten lassen. „Was würdest du tun, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?“ – Das ist doch eine spannende Frage, zu der sich wirklich jeder einige Gedanken machen möchte.

 

Last but not least: Natürlich ein Spieleabend mit Das Gesellschafts-Spiel! Ladet Leute zu euch nach Hause ein und startet eine gemütliche Spielrunde. Beobachtet, was beim Spielen passiert, welche Fragen sich stellen und welche Erkenntnisse gemacht werden. Noch besser: Spielt mit wildfremden Leuten im Café um die Ecke. Einfach einen Tisch reservieren und in lokalen Gruppen auf Facebook und Co. Interessierte dazu einladen mit euch zu spielen. Auch eine klasse Methode, um neue Menschen kennenzulernen.

 

Aber ganz egal für welche Methode ihr euch entscheiden solltet: Das Wichtigste ist, dass wir alle aus der Passivität herauskommen und aktiv auf unsere Mitmenschen mit unseren Anliegen herantreten. Also los! Startet auch bei euch was!

 

Autor: Alex

0 Kommentare

Erst das Grundeinkommen und dann … gar kein Geld?

Eine Woche geldfrei leben – einfach, aber trotzdem luxuriös? Und wie machen das Menschen, die diesen Lebensstil dauerhaft pflegen? In einer Woche in Ganderkesee bei Bremen habe ich mehr gelernt, als ich je gedacht hätte und dabei außerordentlich gut und in Wohlstand gelebt.

 

Vom 1. bis zum 6. August war ich auf dem Utopival, dem Mitmachkongress vom Projekt- und Aktionsnetzwerk Living Utopia, der dazu einlädt, eine Woche nach den 4 Grundprinzipen vegan, ökologisch, geldfrei und solidarisch zu leben. Die zentrale Frage, die uns die Woche über beschäftigt hat, lautet: „Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Gesellschaft von morgen vor?”. Dabei wurden vielfältige Ideen diskutiert, praktische Umsetzungen ausgetauscht und spannende Konzepte besprochen. Natürlich war trotz geldfreiem Lebens auch das bedingungslose Grundeinkommen ein Thema. Es ist eine Möglichkeit unter vielen, Veränderungen herbeizuführen und vielleicht auch ein erster Schritt auf dem Weg in eine geldfreie Gesellschaft.

 

Das Gesellschafts-Spiel habe ich in einem Workshop angeboten und auch abseits davon wurde es immer wieder ausgeliehen und gespielt. Die Themen auf den Aktionskarten kamen den meisten Mitspielern oft bekannt vor, vieles kennen sie aus eigenen Erfahrungen und haben sich schon vielfältig damit auseinandergesetzt. Einige Ideen allerdings waren auch für die Utopival-Teilnehmer neu und haben zum Andersdenken angeregt. Über das bedingungslose Grundeinkommen wollten viele mehr wissen und ich konnte ihnen auch die meisten ihrer Fragen beantworten.

 

Ich habe in dieser Woche unheimlich viel gelernt. Zum Beispiel, dass es durchaus möglich ist, dass 130 Menschen miteinander solidarisch und geldfrei leben können, sich gegenseitig das gönnen, was sie brauchen, ohne Grüppchenbildung auskommen und miteinander arbeiten statt gegeneinander. Insbesondere dieses Miteinander, das ich auf dem Utopival erlebt habe, habe ich bislang noch nirgends sonst in dieser ausgeprägten Form erfahren. Wir haben aufeinander achtgegeben und miteinander über unsere Bedürfnisse und Wünsche gesprochen. Jede und jeder einzelne wurde als Person wahrgenommen und wertgeschätzt, mit allem, was sie oder er mitgebracht hat (beispielsweise eine Erblindung oder einfach ganz persönliche Macken). Jede und jeder konnte einbringen, was sie oder er kann und gut darin ist. Dieses Erlebnis war für mich etwas ganz Besonderes.

 

Ich wünsche mir, dass alle, die auf dem Utopival waren, diese Werte mit nach Hause nehmen und dort weiterleben, so dass sie in die Gesellschaft strömen können und eine Veränderung bewirken. Ich glaube, dass uns das mit einem bedingungslosen Grundeinkommen leichter fallen könnte. Aber wir müssen nicht erst auf ein Grundeinkommen warten, damit wir so handeln und leben können. Vielleicht ist es sogar so, dass das Grundeinkommen erst kommt, wenn wir den Neid überwunden haben, uns gegenseitig gönnen können, was wir brauchen und wahrnehmen, wer die Menschen um uns herum sind und was sie an Wertvollem für uns und die Gesellschaft mitbringen?

 

Und falls ihr euch nächstes Jahr auch auf dieses Erlebnis einlassen wollt, erfahrt ihr mehr auf der Seite des Projekt- und Aktionsnetzwerks Living Utopia und auf der Seite des Utopival. In diesem Jahr findet im November noch die Utopikon in Berlin statt, die Anmeldephase endet bereits am 5. September - dort könnt ihr den Utopival-Geist auch atmen.

 

Autorin: Alina

1 Kommentare

Nur befreite Köpfe können sinnvoll und verantwortungsvoll handeln

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde uns heute genau das geben, was wir aktuell am dringendsten benötigen: Mehr innere Ruhe und Gelassenheit, aber auch mehr Verantwortungsbewusstsein in der Welt.

 

Jeder kennt ihn: Den Alltagsstress. Termindruck, Überstunden, familiäre Verpflichtungen, schlechte Nachrichten aber auch Panikmache in den Medien – Man verliert sich schnell in einem Teufelskreis aus zu viel Stress und zu wenig Zeit und handelt gereizt, unbedacht und einfach ungesund. Jeder hat seine eigenen, mal mehr und mal weniger wirkungsvollen Bewältigungsstrategien für solche Situationen. Meditation wirkt bei mir zum Beispiel immer wieder Wunder – 20 Minuten Stillsitzen eröffnet einem plötzlich ganz neue Perspektiven auf das Selbst und die Umwelt. Plötzlich besinnt man sich auf das, was einem wirklich gut tut und was man wirklich braucht. Und das ist nicht das nächste iPhone und auch nicht ein höherer Gehaltscheck. Es sind die einfachen aber auch wesentlichen Dinge des Lebens: Zufriedenheit, Mitgefühl und Sorglosigkeit zum Beispiel. Eine morgendliche Achtsamkeitsübung kann das eigene Handeln für den restlichen Tag maßgeblich positiv verändern. Man begegnet seinen Mitmenschen mit mehr Freundlichkeit und geht die eigenen Aufgaben bewusster und entspannter an. Man hört auch auf seinen Körper und führt diesem nur das zu, was er braucht und was ihm auch gut tut. Unterm Strich tut man damit sowohl sich selbst wie auch seinen Mitmenschen und seiner Umwelt einen großen Gefallen, wenn man einmal am Tag innehält und sich mal wieder bewusst wird, dass das menschliche Wesen sich nicht im Konkurrenzkampf und im Anhäufen von Geld, Wertgenständen und Statussymbolen erschöpft.

 

Nun fragt ihr euch bestimmt: Schön und gut, aber was hat das Ganze mit dem bedingungslosen Grundeinkommen zu tun? Ganz einfach: So wie der feste Boden unter den Füßen dich vor dem Fall schützt, so schützt das bedingungslose Grundeinkommen die Menschen vor existenzieller Not. Man hat damit die Möglichkeit seinen persönlichen Weg im Leben zu gehen, aber auch die Verantwortung für seine eigenen Schritte. Das bedingungslose Grundeinkommen sorgt für den gesellschaftlichen Rahmen, welcher die Menschen von Ängsten und Leistungsdruck befreit und dazu bewegen kann, sich permanent dem bewusst zu werden, was ihnen gut tut und was wichtig ist. Es befähigt uns, so zu handeln, dass wir sowohl eigenes als auch fremdes Leid auf ein Minimum reduzieren können. 

Besonders in den letzten Tagen und Wochen sollte den meisten klargeworden sein, wie wichtig es ist, als Gesellschaft zusammen zu halten und dafür zu sorgen, dass sich keiner ausgegrenzt fühlen muss. Jemand, der ein Leben am Rande der Gesellschaft leben muss, ist leicht manipulierbar und wird seine Taten immer rechtfertigen können – als alternativlos, als notgedrungen oder im schlimmsten Falle sogar als Racheakt. Leid führt zu noch mehr Leid. Genau an dieser Stelle kann das bedingungslose Grundeinkommen Angst und Leid mindern und Selbstwirksamkeit und Verantwortungsbewusstsein stärken. 

 

Es kann wie ein Vertrauensvorschuss der Gesellschaft an jeden Einzelnen betrachtet werden: „Du brauchst dir keine Sorgen um dein Auskommen zu machen, also nutze deine Fähigkeiten und deine Zeit in einer Weise, die der Gemeinschaft gut tut und wenn du nur dafür sorgst, dass es dir selbst gut geht.“ Die wenigsten Menschen, die in einer solchen Gesellschaft leben, werden ihr schaden wollen. Sie werden sich für ihren Erhalt einsetzen. Wie bei einer Meditation also, bei der wir uns bemühen, unseren Kopf von unseren alltäglichen Sorgen und Ängsten zu befreien und zu erkennen, was für uns wichtig und richtig ist, so wird auch das bedingungslose Grundeinkommen unsere Köpfe von Existenzangst und Konkurrenzdenken befreien können und wir werden erkennen, was wirklich getan werden muss in unserer Gesellschaft.

 

Autor: Alex

0 Kommentare

Unsere Spielabende und Seminare finanzieren wir zum allergrößten Teil aus der eigenen Tasche und aus Spenden, damit dort jeder teilnehmen kann, egal, wie seine jeweilige finanzielle Situation aussieht. Wenn Du uns unterstützen und zu unserer Reisekasse beitragen möchtest, dann freuen wir uns über einen kleinen Beitrag. Vielen lieben Dank im Voraus! :-)