Wie lebt es sich in einer Gesellschaft mit bedingungslosem Grundeinkommen? Bei Das Gesellschafts-Spiel seid ihr Teil einer solchen Gesellschaft - erlebt es selbst!

Neues Jahr, neuer Preis

Seit geraumer Zeit war diese Seite sehr ruhig, unser Leben dafür sehr lebendig. Dieses Projekt musste leider etwas zurückstecken. Aber nun wollen wir die Energie des neuen Jahres nutzen. Wir haben mal nachgezählt: rund 200 Spiele von ursprünglich 1000 produzierten Spielen sind noch da. Das ist nicht mehr viel, wenn man bedenkt, dass wir zwar über die Hälfte bereits im ersten Jahr verkauft haben, dann aber seit 2017 kaum noch Werbung gemacht haben und daher natürlich auch kaum noch neue Menschen von unserem Spiel erfahren haben.

 

Daher haben wir uns nun entschieden, alle Register zu ziehen. Wir wollen die restlichen Spiele unter die Menschen bringen, damit sie nicht in unserem Keller verstauben, sondern gespielt werden. Noch mehr Menschen sollen so positive Erfahrungen machen können wie wir bisher und viele, viele Mitspieler auch. Wir haben in den letzten Jahren viel positives Feedback zu unserem Spiel erhalten. Es werden weiterhin Spielrunden organisiert, die Menschen treffen sich, spielen, kommen ins Gespräch und lernen sich kennen. Das treibt uns weiterhin an.

 

Daher haben wir entschieden, den Preis zu senken und wieder das früher so beliebte Geschenk-Doppelpack zu beleben. Für euch packen wir auch nach Weihnachten das Geschenkpapier wieder aus und verpacken das zweite Spiel eurer Bestellung so schön, dass ihr es gerne verschenken wollt. Und dabei spart ihr auch noch Geld!

 

Also: Greift zu, erzählt euren Freunden und Bekannten vom Spiel zum Bedingungslosen Grundeinkommen und ermutigt die Teilnehmer eurer Spielrunden, sich ebenfalls ein Spiel ins Regal zu stellen und selbst Spielrunden damit zu veranstalten.

 

Wir freuen uns auf eure Bestellungen!

 

Das Gesellschafts-Spiel – Ein persönliches Zwischenfazit

Vor etwas über einem Jahr haben wir uns mit dem Brettspiel-Projekt „Das Gesellschafts-Spiel“ aufgemacht, um in ganz Deutschland (und sogar in der Schweiz) gemeinsam mit euch spannende, witzige und lehrreiche Spielabende zu verbringen. Was wir erlebt haben war vor allem ganz viel Neugierde für das Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“ und viele positive Stimmen für unser Projekt. Dafür möchten wir euch allen ganz herzlich danken!

Im letzten Jahr ist bei mir viel passiert, sowohl schöne wie auch weniger schöne Dinge. Eines dieser richtig schönen Dinge ist, dass meine langjährige Lebenspartnerin (um nicht zu sagen „Seelenverwandte“) und Mitgestalterin von Das Gesellschafts-Spiel, Alina, seit Dezember meine Ehefrau geworden ist. Ohne sie wäre das Projekt niemals das geworden, was es heute ist und ich bin unheimlich dankbar dafür, sie an meiner Seite zu wissen. Zu den weniger schönen Dingen gehört insbesondere der Tod einer für mich ganz wichtigen Person, meiner Oma, sowie der dadurch ausgelöste Schlaganfall meines Vaters. Die Pflege eines nahen Angehörigen ist unheimlich kräftezehrend und zeitintensiv. Das sind die Augenblicke, in denen ich mir nicht nur einmal ein Sicherheitsnetz in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens gewünscht habe.

Das bedingungslose Grundeinkommen hat uns als Thema im letzten Jahr durchgehend begleitet und wir durften ganz viele tolle Menschen kennenlernen, die sich mit unheimlich viel Energie, scheinbar unermüdlich, für wichtige gesellschaftliche Themen engagieren und nicht einmal daran denken je aufzugeben. Diese Menschen halte ich für äußerst bewundernswert! Sie geben mir die Hoffnung, dass Veränderung zum Besseren möglich ist und motivieren auch mich, weiter zu machen. Im Spiel war es wundervoll zu erleben, wie engagiert, hilfsbereit und motiviert die Mitspieler in einer fiktiven Gesellschaft mit einem bedingungslosen Grundeinkommen agieren. Man konnte die Kreativität und die positive Stimmung während der abendfüllenden Spielrunden regelrecht sprudeln sehen und das zu erleben hat uns sehr viel Freude bereitet!

Auch Leute, die zum ersten Mal durch unser Spiel vom bedingungslosen Grundeinkommen erfahren haben, haben das Thema nach den Spielrunden sehr positiv angenommen und ihre Unterstützung angeboten. Tatsächlich gab es nach keiner unserer Spielrunden negative Kommentare zum bedingungslosen Grundeinkommen. Es ist also wohl eine Frage der richtigen Aufklärung, ob das Thema in unserer Gesellschaft Akzeptanz findet und erfolgreich umgesetzt werden kann. Und an dieser Stelle wird bereits unheimlich viel gemacht. Allen voran möchte ich die neugegründete Ein-Themen-Partei „Bündnis Grundeinkommen“ nennen, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, das bedingungslose Grundeinkommen wählbar zu machen. Das ist ein absolutes Novum in Deutschland und die Partei trägt das Potential, das Thema politisch relevant zu machen, so dass wir vielleicht schon zu den diesjährigen Bundestagswahlen die eine oder andere positive Überraschung erleben dürfen. Das bedingungslose Grundeinkommen wird spätestens in diesem Jahr, im Jahr 2017, in allen Köpfen angekommen sein. Was wir daraus machen liegt ganz bei uns.

Wir freuen uns auf jeden Fall weiterhin darauf, gemeinsam mit euch zu spielen und das für uns unheimlich wichtige Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“ zur Diskussion zu bringen. Wir hoffen, dass ihr uns auch in diesem Jahr unterstützen werdet, es in die Gesellschaft zu tragen. Vielen Dank an alle unsere Unterstützer!

 

Autor: Alex

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Das Richtige tun – Mit Betonung auf "TUN"!

Das aktuelle Weltgeschehen darf uns nicht demotivieren. Wenn überhaupt, dann sollte es der Ansporn sein, jetzt erst recht alles zu geben und die Chance zu nutzen, neue und bessere Wege einzuschlagen!

 

Die letzten Monate und insbesondere heute ist es mir bewusster geworden als je zuvor: Wir dürfen unsere modernen Werte und moralischen Errungenschaften nicht für selbstverständlich halten. Wenn wir uns nicht jeden Tag bemühen und uns für die Dinge einsetzen, die wir für richtig und wichtig halten, werden wir nicht nur keinen weiteren Fortschritt machen, sondern laufen Gefahr, wichtige Grundlagen unserer sozialen Gemeinschaft verkommen zu lassen. Gleichstellung, Willkommenskultur und Meinungsfreiheit sind nur einige wenige Beispiele für großartige Werte, die wir etabliert haben und welche jetzt stark gefährdet sind.


Wir dürfen nicht glauben, dass wir uns aus dem politischen und gesellschaftlichen Diskurs herausnehmen können und alles so bleibt wie es ist, geschweige denn sich zum Besseren verändert. Nur wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen, dass wichtige Themen aktuell bleiben und visionäre Ideen eine Chance bekommen, werden wir für uns und unsere Nachkommen eine Welt schaffen können, die lebenswert ist. Eine Welt, in der die Gemeinschaft genauso wichtig ist wie das Individuum und in der Akzeptanz und Liebe die vorherrschenden Elemente sind.


Bildung ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Wir brauchen Leute, die das große Ganze nicht aus den Augen verlieren und die sich dessen bewusst sind, was ihr Handeln in der Welt für Konsequenzen hat, im Positiven wie im Negativen. Leute, die nicht von Profitgier und Machtstreben angetrieben werden, sondern von Mitgefühl. Wir müssen lernen, dass Teilen uns nicht ärmer macht, sondern reicher und dass Freundlichkeit und Verständnis die Grundlagen für Partnerschaftlichkeit zwischen Menschen, Organisationen und Nationen ist.


Engagement ist ebenfalls wichtig! Aktiv etwas vorantreiben ist der einzige Weg, um Veränderung zu schaffen. Viele Organisationen suchen händeringend nach Unterstützern und Mitwirkenden. Schließt euch diesen an und nutzt eure gemeinsamen Stärken für einen Zweck, der euch am Herzen liegt. Oder startet selbst etwas in eurer Region, egal ob zum bedingungslosen Grundeinkommen, zum Umweltschutz oder zur einem völlig anderen Thema. Schiebt es nicht auf später, fangt sofort an! Denn wir haben keine Zeit zu verlieren, wenn es um unsere Zukunft geht.


Aber das Mindeste, was wir tun können und müssen, ist es, auf jeden Fall von unserem Wahlrecht Gebrauch zu machen! Aus Protest nicht wählen zu gehen um „den Politikern“ eins reinzudrücken, ist wie das Mittagessen stehen zu lassen, weil ihr auf eure Eltern sauer seid: Kindisch und nur ihr habt dabei was zu verlieren.

 

Also, spielen wir unsere Karten geschickt aus!
 

Autor: Alex

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"Hey, kennst du das schon?"

…so oder so ähnlich könntet ihr in der kommenden Woche auf eure Mitmenschen zugehen und sie mit der größten Frage der Welt konfrontieren. Denn vom 19.-25. September geht es genau darum.

 

Kommende Woche ist die internationale Woche des bedingungslosen Grundeinkommens. Was heißt das für alle Anhänger und Unterstützer des BGE? Aktionen starten und eure Mitmenschen auf die Bewegung aufmerksam machen natürlich! Nur wenn wir darüber gemeinsam reden und neue Impulse in der Gesellschaft und Politik schaffen, wird das bedingungslose Grundeinkommen auch in den Köpfen und schließlich in der Gesellschaft ankommen.

 

Wie macht ihr die Leute um euch herum darauf aufmerksam? Hier einige Tipps:

 

Einfach mal bei Freunden und Verwandten nachfragen, ob sie schon was vom bedingungslosen Grundeinkommen gehört haben und wie sie dazu stehen. Sollten dabei Fragen aufkommen, dann gibt es genug Online-Ressourcen und Literatur, um diese fachgerecht zu beantworten. Die Seite des Netzwerks Grundeinkommen ist zum Beispiel eine gute Anlaufstelle.

 

Auch die Bodenzeitung von der Kölner Initiative Grundeinkommen ist ein fantastisches Werkzeug um wildfremde Menschen zum Nachdenken anzuregen. Einfach auf einer vielbelaufenen Straße auslegen und beobachten. Die ersten grübelnden Leutchen werden ganz bestimmt nicht lange auf sich warten lassen. „Was würdest du tun, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?“ – Das ist doch eine spannende Frage, zu der sich wirklich jeder einige Gedanken machen möchte.

 

Last but not least: Natürlich ein Spieleabend mit Das Gesellschafts-Spiel! Ladet Leute zu euch nach Hause ein und startet eine gemütliche Spielrunde. Beobachtet, was beim Spielen passiert, welche Fragen sich stellen und welche Erkenntnisse gemacht werden. Noch besser: Spielt mit wildfremden Leuten im Café um die Ecke. Einfach einen Tisch reservieren und in lokalen Gruppen auf Facebook und Co. Interessierte dazu einladen mit euch zu spielen. Auch eine klasse Methode, um neue Menschen kennenzulernen.

 

Aber ganz egal für welche Methode ihr euch entscheiden solltet: Das Wichtigste ist, dass wir alle aus der Passivität herauskommen und aktiv auf unsere Mitmenschen mit unseren Anliegen herantreten. Also los! Startet auch bei euch was!

 

Autor: Alex

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Erst das Grundeinkommen und dann … gar kein Geld?

Eine Woche geldfrei leben – einfach, aber trotzdem luxuriös? Und wie machen das Menschen, die diesen Lebensstil dauerhaft pflegen? In einer Woche in Ganderkesee bei Bremen habe ich mehr gelernt, als ich je gedacht hätte und dabei außerordentlich gut und in Wohlstand gelebt.

 

Vom 1. bis zum 6. August war ich auf dem Utopival, dem Mitmachkongress vom Projekt- und Aktionsnetzwerk Living Utopia, der dazu einlädt, eine Woche nach den 4 Grundprinzipen vegan, ökologisch, geldfrei und solidarisch zu leben. Die zentrale Frage, die uns die Woche über beschäftigt hat, lautet: „Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Gesellschaft von morgen vor?”. Dabei wurden vielfältige Ideen diskutiert, praktische Umsetzungen ausgetauscht und spannende Konzepte besprochen. Natürlich war trotz geldfreiem Lebens auch das bedingungslose Grundeinkommen ein Thema. Es ist eine Möglichkeit unter vielen, Veränderungen herbeizuführen und vielleicht auch ein erster Schritt auf dem Weg in eine geldfreie Gesellschaft.

 

Das Gesellschafts-Spiel habe ich in einem Workshop angeboten und auch abseits davon wurde es immer wieder ausgeliehen und gespielt. Die Themen auf den Aktionskarten kamen den meisten Mitspielern oft bekannt vor, vieles kennen sie aus eigenen Erfahrungen und haben sich schon vielfältig damit auseinandergesetzt. Einige Ideen allerdings waren auch für die Utopival-Teilnehmer neu und haben zum Andersdenken angeregt. Über das bedingungslose Grundeinkommen wollten viele mehr wissen und ich konnte ihnen auch die meisten ihrer Fragen beantworten.

 

Ich habe in dieser Woche unheimlich viel gelernt. Zum Beispiel, dass es durchaus möglich ist, dass 130 Menschen miteinander solidarisch und geldfrei leben können, sich gegenseitig das gönnen, was sie brauchen, ohne Grüppchenbildung auskommen und miteinander arbeiten statt gegeneinander. Insbesondere dieses Miteinander, das ich auf dem Utopival erlebt habe, habe ich bislang noch nirgends sonst in dieser ausgeprägten Form erfahren. Wir haben aufeinander achtgegeben und miteinander über unsere Bedürfnisse und Wünsche gesprochen. Jede und jeder einzelne wurde als Person wahrgenommen und wertgeschätzt, mit allem, was sie oder er mitgebracht hat (beispielsweise eine Erblindung oder einfach ganz persönliche Macken). Jede und jeder konnte einbringen, was sie oder er kann und gut darin ist. Dieses Erlebnis war für mich etwas ganz Besonderes.

 

Ich wünsche mir, dass alle, die auf dem Utopival waren, diese Werte mit nach Hause nehmen und dort weiterleben, so dass sie in die Gesellschaft strömen können und eine Veränderung bewirken. Ich glaube, dass uns das mit einem bedingungslosen Grundeinkommen leichter fallen könnte. Aber wir müssen nicht erst auf ein Grundeinkommen warten, damit wir so handeln und leben können. Vielleicht ist es sogar so, dass das Grundeinkommen erst kommt, wenn wir den Neid überwunden haben, uns gegenseitig gönnen können, was wir brauchen und wahrnehmen, wer die Menschen um uns herum sind und was sie an Wertvollem für uns und die Gesellschaft mitbringen?

 

Und falls ihr euch nächstes Jahr auch auf dieses Erlebnis einlassen wollt, erfahrt ihr mehr auf der Seite des Projekt- und Aktionsnetzwerks Living Utopia und auf der Seite des Utopival. In diesem Jahr findet im November noch die Utopikon in Berlin statt, die Anmeldephase endet bereits am 5. September - dort könnt ihr den Utopival-Geist auch atmen.

 

Autorin: Alina

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